Verfasst von: LadyAmy | 13. August 2009

Veränderung

Seit einiger Zeit kann ich bei meinen Panikattacken eine Veränderung feststellen. LadyAmy manifestiert sich anders als früher.

Früher war es mir bei einer Panikattacke schwindlig. Ich hatte das Gefühl, umzukippen, nach hinten gezogen zu werden – zu den genauen Symptomen ein anderes Mal mehr. Schlafen dagegen war kein Problem, die Panikattacken begrenzten sich größtenteils auf den Tag.

Nun entdecke ich seit einiger Zeit eine neue Variante: Die Attacken tagsüber sind weniger geworden, deutlich weniger, und auch in der Intensität deutlich schwächer.
Wenn es so geblieben wäre, hätte ich absolut damit leben können.

Allerdings hab ich nun seit dieser Sache mit meinem Freund mit dem Schlafen Probleme – ich kann schlecht einschlafen und wache nachts häufig auf, stets begleitet von einem Engegefühl in der Brust und dem Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen.
LadyAmy hat sich einen neuen Wirkungsbereich gesucht.
Ich kann relativ gut damit umgehen, wurde doch meine Lunge vor wenigen Jahren erst durchgecheckt. Im Grunde genommen bin ich ja auch kerngesund.
Nur war da letzte Woche die Sache mit einem Bekannten von mir – er wurde ins Krankenhaus eingeliefert wegen eines kollabierten Lungenflügels. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass es so was überhaupt gibt. Aber sobald ich davon hörte, horchte ich in mich rein: Bekomme ich etwa schon weniger Luft als vorher? Ist nur meine Nase verstopft oder ist mein Lungenvolumen tatsächlich schon kleiner geworden?
Ja, LadyAmys bester Kumpel ist Mr. Hypochonder.

Die Sache hat jedoch auch eine gute Seite: Neulich hab ich den ganzen Tag nach Luft geschnappt wie ein Fisch auf dem Trockenen. (Das merkt man mir von außen nicht an, abgesehen davon, dass ich vielleicht öfters mal seufze, um meine “Luftzufuhr” zu regulieren.)
Abends hatte ich dann so eine Wut auf mich selbst, weil ich mir wieder so einen Müll eingeredet hab mit dieser Atemsache, dass ich beschloss, meiner Lunge den Rest zu geben und joggen zu gehen.
Und was soll ich sagen… danach war der Druck auf der Brust weg und ich konnte wunderbar befreit atmen.

Zum Thema ich und joggen kommt auch demnächst was. Das ist eine Sache für sich. Ich will auch keinen Läuferblog aus dieser Seite machen, weil es nix Schlimmeres für untrainierte Menschen gibt als immer vorgehalten zu kriegen, dass andere regelmäßig laufen gehen und sich ach so toll dabei fühlen… ;-)
Wie auch immer: Mein “Joggen” begrenzt sich in der Regel auf 20 min im gemütlichen Schneckentempo. Es ist durchaus ausbaufähig, ich bin von Natur aus eigentlich sportlich, nur granatenmäßig faul…
Jedenfalls tut es meinem Gedankenwirrwarr gut und ich kann ein bisschen Stress abbauen dabei.
Und wenn sich mein Atemproblemhirngespinst dabei wieder verflüchtigt, soll es mir mehr als recht sein…


Antworten

  1. Gute Sache. Ich hatte auch eine ganze Weile unter Panikattacken gelitten und habe manchmal noch Angstzustände und Joggen hat in dieser Zeit sehr geholfen.

    Ich halte dir die Daumen, kann sehr mit dir fühlen!


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